Das Projekt im Überblick:
    Ziel:
  • Verbesserung von Gesundheit durch die Vermeidung von Brandverletzungen Reduktion von Lungenerkrankungen
  • Schutz der Umwelt durch verminderten Brennstoffbedarf und geringeren CO2- Ausstoß
  • Durchführung:
  • Schulung von Ofenbauern in Kooperation mit der Organisation "Die Ofenmacher"
  • Bau von Lehmöfen mit metallenem Abzugsrohr
  • Anpassung der Öffnung an die in der jeweiligen Küche benutzten Töpfe
  • Schulung der Frauen Nutzung und Pflege der Öfen
  • Ergebnisse:
  • Ausbildung zweier Ofenbauer
  • Bau von 100 Öfen im Ampipal-Gebiet, bis Mitte 2011 sollen es 500 Öfen sein
  • Start eines weiteren Ofenbauprojektes in Gorkha

Ofenbau
In Nepal ist in der ganz überwiegenden Anzahl der Haushalte das Feuer immer noch die einzige Quelle für Wärme zum Heizen und Kochen. Strom oder Gas als Alternativen sind teuer und nur in den städtischen Gebieten verfügbar. Doch die Nutzung des offenen Feuers ist von der Energiebilanz ineffizient und außerdem gesundheitsschädlich. Seit langem hat daher die Nepal Hilfe Aachen versucht Ofenbauer zu finden, die Öfen bauen können, die aus lokalen Materialien kostengünstig herzustellen und zu pflegen sind. Ferner müssen sie den kulturellen Gepflogenheiten gerecht werden.
Einige Jahre verfolgte die Nepal Hilfe Aachen dieses Projekt ohne eine gute Lösung zu finden. Eiserne Öfen wurden angeboten, die billig in der Produktion und auch lokal mit etwas Aufwand zu reparieren waren, das Problem der Brandverletzungen vor allem von Kindern konnten sie aber nicht lösen. Verschiedene Organisationen wurden angesprochen, bis sich schließlich über Schwester Drigalla der Kontakt zu Herrn Dengler aufgebaut werden konnte, der sich um die Ausbildung eines Ofenbauers kümmerte.
Seit dem Sommer 2010 läuft nun dieses Projekt. Diese Öfen werden aus Lehm gebaut und an die von der Familie genutzten Töpfe angepasst. Dadurch gelingt es die Rauchentwicklung im Innenraum nahezu auszuschließen. Durch die Nutzung von Lehmöfen reduziert sich der tägliche Verbrauch an Feuerholz, der CO²-Ausstoß sinkt und die Abholzung der Bäume wird reduziert.
Kontrollbesuche in dem Projektgebiet zeigen, dass die Öfen sehr akzeptiert sind und gerne genutzt werden. Bis auf einen Ofen waren alle Rohre gereinigt und die Feuerstelle in gutem Zustand.

  • Für bessere Gesundheit der Familien, da Lungen- und Bronchien-Krankheiten in Nepal die größten Probleme sind.
  • Vermeidung von Unfällen, da häufig Kleinkinder durch das offene Feuer verletzt werden.
  • Vermeidung von unnötigen Abholzungen, da weniger Brennholz benötigt wird.
  • Reduzierung von CO2-Ausstoß

All das für ca. 1,- € pro Person, denn im Durchschnitt leben in einer nepalischen Familie 8 Personen und 1 rauchfreier Ofen kostet 8,-€!

Ausgezeichnet mit dem
Spenden-Siegel

Mitglied im paritätischen
Wohlfahrtsverband