Herstellung angepasster Rollstühle
Das Rollstuhlprojekt besteht seit dem Jahr 1999 als Kooperation mit CWS.
Hier werden von einheimischen Kräften Rollstühle angemessen und gebaut, die an die speziellen Verhältnisse des Landes angepasst sind.
Dadurch sollen Patienten zeitnah mit passenden Rollstühlen ausgestattet und zugleich Arbeitsplätze in Nepal geschaffen werden.
2004 wechselte das Projekt von einer Werkstatt in Balaju, im Norden Kathamandus gelegen, zu einer Werkstatt in Patan.
Mit dem Ortswechsel verbunden war auch ein Wechsel in Bau und Design der Rollstühle. Waren die alten Rollstühle mit vier gleichgroßen
Rädern ausgestattet, eher plump und schwer, aber besser geländegängig, sind die Rollstühle in Form und Funktionalität
den bei uns genutzten Rollstühlen angeglichen. Damit wurde dem Verlangen der Patienten nach wendigeren und leichteren Rollstühlen Rechnung
getragen, allerdings eventuell auf Kosten von Geländegängigkeit und Stabilität.
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Ebenfalls 2004 wurde eine Kooperation mit einer weiteren Werkstatt im Terai ins Leben gerufen, die dreirädrige
Rollstühle herstellt. Das Design dieser Rollstühle stammt aus Indien und ermöglicht die Bewältigung größerer Strecken
in ebenem Gelände, weshalb diese Rollstühle ausschließlich im Terai hergestellt und verteilt werden. Es ist geplant auch in
der Werkstatt in Patan dreirädrige Rollstühle nach einem anderen Design zu fertigen, das die Fortbewegung auch auf
engeren Straßen und Wegen ermöglicht. Bilder eines solchen Prototyps sind vorhanden. Durch den Kontakt zu
Handicap International erhoffen wir uns eine stetige Verbesserung der Qualität und
Funktionalität unserer Rollstühle.
Die Erfahrungen haben gelehrt, dass ein solches Projekt ein ausgedehntes Netzwerk braucht. Neben dem bereits erwähnten Kontakt zu Handicap
International gibt einen orthopädischen Schuster und einen Hersteller von Krücken und Blindenstöcken, die zur Vielfalt des Projektes
beitragen. Wichtig ist insbesondere eine gute Zusammenarbeit mit Ärzten und Krankenhäusern, die die Patienten zu weisen, denn eine allzu
unkritische und Großzügige Verteilung von Rollstühlen fördert häufig die Invalidität der Betroffenen statt sie
aufzuhalten. Daher brauchen alle Patienten, die von uns ein Hilfsmittel erhalten eine Bescheinigung von einem Arzt. |
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Angegliedert an das Projekt ist außerdem eine von uns ausgebildete Physiotherapeutin. Ihre Aufgabe ist die Betreuung der Patienten. Sie schult
diese und ihre Angehörigen in der Richtigen Nutzung der Hilfsmittel, zeigt ihnen Übungen zur Lösung von Spastiken und Vermeidung
von Kontrakturen oder Druckstellen. |
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