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Das Sushma Koirala Memorial Hospital von Interplast Deutschland

Das Sushma Koirala Memorial Hospital wird getragen von Interplast Deutschland und dem Sushma Koirala Memorial Fund. Den Zielen und Aufgaben von Interplast entsprechend ist das Krankenhaus auf plastische Chirurgie spezialisiert, ein Teilgebiet der Medizin, das in Ländern, in denen offene Feuer und Kerosinlampen im Wohnraum immer wieder zu erheblichen Verbrennungen vorallem auch von Kindern führen, eine wichtige Rolle spielt. Verbrennungswunden haben oft eine Narbenbildung zur Folge, die Gelenke versteift, Gesichter verzerrt oder durch überschießenden Narbenbildung nicht nur zu kosmetischen Entstellung, sondern in deren Folge auch zu sozialer Ausgrenzung führt. Hier, wie auch bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sind Operationen, häufig eine ganze Reihe von Operationen, der einzige Weg für die Betroffenen zurück in die Normalität. Die Nepalhilfe Aachen unterstützt seit vielen Jahren das Krankenhaus mit kleineren Projekten. Mal sind es Lehrbücher, die, dringend benötigt, zur Verfügung gestellt werden, 2005 war es ein großer Wassertank, der der Wasserversorgung des Krankenhauses dient.

Hospital


Baum
Seit dem Jahr 1997 wird das Krankenhaus stetig ausgebaut und erweitert. Das Team wird immer wieder durch Gastärzte von Interplast unterstützt, die entweder in den normalen Krankenhaus ablauf integriert werden, oder Gesundheitscamps in ländlichen Regionen durchführen. Auch hier engagiert sich die Naplehilfe Aachen durch die jährliche Finanzierung eines Gesundheitscamps, einer Einrichtung, die in einem Land wie Nepal mit langen und beschwerlichen Wegen, mit der Unerreichbarkeit von Gesundheitseinrichtungen für viele Menschen die einzige Möglichkeit darstellt auch in ländlichen Regionen Hilfe anzubieten. Dabei werden in ländlichen Gesundheitseinrichtungen vorübergehen Operationsmöglichkeiten improvisiert und die Patienten durch ein Team von Interplast versorgt. Dazu bedarf es einer vorausschauenden Planung, die Örtlichkeit muss ausgesucht werden, sie soll möglichst abseits der Zentren liegen, andererseits ist eine gewisse Infrastruktur von Nöten, um sinnvolle operative Hilfe leisten zu können (man denke hier etwa an die Möglichkeit zur Sterilisation der Geräte u.a.).
Schließlich muss die Bevölkerung informiert werden, es müssen die Patienten ausgesucht werden, bei denen eine Behandlung sinnvoll und notwendig ist. Ein solches Camp dauert in der Regel 5 Tage, Tage, die ausgefüllt sind mit Registrierung, Planung und Durchführung der Operation, sowie einer kurzfristigen Nachbehandlung. Durch die enge Kooperation mit dem SKM-Hospital können komplizierte Fälle direkt dorthin überwiesen werden, andere können dort auch langfristig nachbehandelt werden, so dass die Versorgung der Patienten möglichst optimal gewährleistet ist. Das Operationsspektrum umfasst die Versorgung chronischer Wunden, tropischer Geschwüre, Verbrennungsnarben, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Trennung zusammengewachsener Finger oder Zehen und andere kleinere aber sehr hilfreiche plastische Operationen.

Bauer