Gesundheit - Krankenhäuser

Sushma Koirala Hospital Sankhu

Seit vielen Jahren unterstützt die Nepal Hilfe Aachen das Krankenhaus am Rande des Kathmandu-Tals. Es wird getragen von Interplast Deutschland und dem Sushma Koirala Memorial Fund.
Den Zielen und Aufgaben von Interplast entsprechend ist das Krankenhaus auf plastische Chirurgie spezialisiert, ein Teilgebiet der Medizin, das in Ländern, in denen offene Feuer und Kerosinlampen im Wohnraum immer wieder zu erheblichen Verbrennungen vorallem auch von Kindern führen, eine wichtige Rolle spielt. Verbrennungswunden haben oft eine Narbenbildung zur Folge, die Gelenke versteift, Gesichter verzerrt oder durch überschießenden Narbenbildung nicht nur zu kosmetischen Entstellung, sondern in deren Folge auch zu sozialer Ausgrenzung führt.
Hier, wie auch bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sind Operationen, häufig eine ganze Reihe von Operationen, der einzige Weg für die Betroffenen zurück in die Normalität.
Die Nepalhilfe Aachen unterstützt seit vielen Jahren das Krankenhaus mit einzelnen Projekten. Mal sind es Lehrbücher, die, dringend benötigt, zur Verfügung gestellt werden, 2005 war es ein großer Wassertank, der der Wasserversorgung des Krankenhauses dient, 2010 ein Ambulanzwagen.
Auch Gesundheits Camps werden nahezu jährlich finanziert. 

Bhaktapur Cancer Hospital

Das Krankenhaus in Bhaktapur ist ein auf die Behandlung von Krebspatienten spezialisierte Krankenhaus, das einzige im Tal von Kathmandu. Es im Jahr 1999 mit Hilfe von Rotary-International, der Nepal-Cancer-Relief-Society und der nepalischen Regierung gegründet, die auch heute noch Träger des Hauses sind.
Aufgrund dieser Unterstützung liegen die Kosten für Medikamente und Behandlung deutlich unter den in den staatlichen und erst recht in den teuren privaten Krankenhäusern üblichen Preisen.
Die Nepal Hilfe Aachen hat das Krankenhaus seit dem Jahr 2002 begleitet und mit kleineren Projekten wie etwa der Einrichtung eines pathologischen Labors und bei kleinen baulichen Maßnahmen unterstützt. 

Dhulikhel:

Das Dhulikhel Hospital wurde 1996 gegründet und bis heute stetig ausgebaut. Dem Leiter Dr. Ram Shrestra, der in Wien Medizin studiert hat, ist es gelungen in seinem Heimatort ein hervorragend ausgestattetes Krankenhaus auf mitteleuropäischem Niveau aufzubauen. Zu dem Krankenhaus, das Lehrkrankenhaus der Universität ist, gehört eine Schwestern und eine Phsyiotherapeutenschule, die mittlerweile weit über den eigenen Bedarf hinaus Menschen ausbilden und ihnen die Möglichkeit geben ihr Wissen und Können in ihre Heimatdörfer zu nehmen und dort anzuwenden. Damit leistet das Krankenhaus einen Beitrag, der weit über die üblich lokale medizinische Versorgung hinausgeht. Das Krankenhaus verfügt über eine chirurgische, internistische und gynäkologische Abteilung, eine radiologische und endoskopische Ausstattung.
Die Nepal-Hilfe Aachen hat dem Krankenhaus einen Wagen zur Verfügung gestellt, der es ermöglicht medizinische Hilfe auch zu Menschen zu bringen, welche die oft beschwerliche und teure Reise zu dem Krankenhaus nicht machen können.

Amppipal

Schon seit mehreren Jahren hat die Nepalhilfe Aachen Kontakt zu diesem Krankenhaus in der Nähe von Gorkha. Es liegt etwa 20 km westlich von Gorkha und 25 km nördlich von Dhumre auf 1100m Höhe im bergigen, steilen Vorhimalaya Land.
Hier in der Nähe hat sich das Epizentrum des Erdbebens befunden. Das Krankenhaus selbst blieb weitgehend verschont von den verheerenden Zerstörungen, die die umliegenden Dörfer trafen. 
Ca. 1970 wurde es von amerikanischen Missionaren gegründet, dann aber von diesen während der politischen Unruhen im Jahre 2001 verlassen. Erst unter der Leitung des deutschen Arztes Dr. Wolfhard Starke und dem Verwaltungsleiter Babu Ram Giri wurde das Krankenhaus zu einem medizinischen Zentrum der Region. Eine komplette Zahnstation wurde installiert (2004) und mit wechselndem ärztlichen Personal von Zahnärzte ohne Grenzen betrieben, unter anderen auch mit zwei Mitgliedern der NHA (2011). Seit 2005 war es dann sogar mit einem Jeep bei guten Wetterbedingungen erreichbar.
Von hier aus wurde die Kampagne für rauchfreie Küchenöfen (die Ofenmacher) unter Mithilfe der Nepalhilfe Aachen in der Region geleitet (2008).
Ein stetiger weiterer Ausbau brachte dem Krankenhaus Photovoltaik und solare Wassererwärmung (2011), ein neues OP - und Gynäkologiegebäude (2012), sowie eine Müllverbrennungsanlage (2013). 
Heute kommen täglich zwischen 55 - 110 Patienten zur ambulanten oder stationären Behandlung in das Hospital. Die Personalkosten von zur Zeit etwa 51 Angestellten werden aus den Einnahmen gedeckt. Das Krankenhausbudget wird anteilig vom Gesundheitsministerium Nepals, der Gemeinde Amppipal, der United Mission to Nepal und den kontinuierlichen Geld- und Arbeitsspenden von Nepalmed e. V. bestritten.
Bedürftige Personen werden gegen einen angemessenen Betrag behandelt.  Natürlich gibt diese eher nüchterne Beschreibung nicht das Herzblut wieder, was von den Beteiligten vor Ort in dieses Projekt mit seinen vielfältigen Facetten gesteckt wird. 

Nagbahal Clinic

Das Community Health Service Center, Lalitpur stellt eine Einrichtung dar, wie wir sie in Deutschland nicht kennen. Die Gesellschaftliche Struktur in Patan ist seit alters her in sogenannte communities unterteilt. Das sind miteinander verwandte Familien, die in dem gleichen Stadtgebiet wohnen, häufig sind diese Wohnungen um einen großen Innenhof mit Brunnen und Tempel gebaut.
Diese Communities können Größen von mehreren 1000 Mitgliedern erreichen. Das Community Health Service Centre ist vom Prinzip her eine Praxis, in der Ärzte der Community ihre Dienste kostenlos der Gemeinschaft zur Verfügung stellen und so eine medizinische Versorgung auch der ärmsten in dieser Community gewährleisten.  Auch wenn es diese Communities weiterhin gibt, hat sich doch ihre Bedeutung etwas reduziert und die angebotenen Dienste der Klinik richten sich eher an alle Einwohner der Nachbarschaft.
Immer mehr Ärzte bieten hier ihren Dienst an. Daher können nun morgens und abends jeweils für etwa eine Stunde Patienten versorgt werden. Ihre Anzahl wachse, es kämen auch Patienten aus anderen Stadtteilen. Die Nepal Hilfe Aachen hat auch diese Klinik bei der Anschaffung dringend benötigter Einrichtungsgegenstände unterstützt.